Transmitter: MittlerInnen zwischen den Kulturen und ihre kulturellen Grenzen

Freitag, 5. Februar
10:30 bis 13:00 Uhr
Raum 119

Thema des Panels sind Mittlerinnen und Mittler zwischen den Kulturen und ihre kulturell bedingten Grenzen während der Frühen Neuzeit und der Sattelzeit. Am Beispiel ‚grosser’ Individuen werden kommunikative Bedingtheiten interkultureller Wahrnehmung ausgelotet. Konkret geht es um solche AkteurInnen, die durch ihre Berichte aus einer anderen Kultur gängige, in der Wissensordnung der Ausgangskultur zur Tradition gewordene Bilder und Topoi über ‚das Andere’ in Frage stellen und die Entstehung eines neuen Bildes (mit)bewirken. Diese AkteurInnen haben sich längere Zeit in der anderen Kultur aufgehalten oder sie intensiv bereist. Charakteristisch ist der Versuch, die durch stereotype Fremdwahrnehmung konstituierten Grenzen abzubauen. Die Ansätze zur Überwindung kultureller Grenzen sind erfolgreich bzw. – treffender – wirkmächtig. Die Praxis der Vermittlung muss problematisiert werden. Denn die Konstruktion eines neuen Bildes vom ‚Anderen’ und dessen Propagierung ‚zuhause’ adressiert immer auch kulturelle Defizite im Ausgangsland und muss auf Widerstand stossen. Zudem werden interkulturelle Wahrnehmungen erheblich durch diskursive und mediale Standards mitbestimmt. Das Panel fragt, inwiefern mit dem Abbau alter Grenzen – notwendigerweise – neue Grenzen der Wahrnehmung errichtet werden. Vermittlungen zwischen Kulturen waren nicht zuletzt auch für den Akteur bzw. die Akteurin persönlich problematisch.

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