Grenzverschiebungen. Geschichte und Öffentlichkeit im medialen Wandel

Samstag, 6. Februar
15:00 bis 17:30 Uhr
Raum 117

Der mediale Wandel der letzten Jahre hat neben der Geschichte der Medien auch die "Medien der Geschichte" (Fabio Crivellari et al.) ins Blickfeld des Interesses gerückt. Damit sind einerseits die Medien der geschichtlichen Überlieferung, die Überreste und Traditionen (Ernst Bernheim) gemeint, welche den geschichtswissenschaftlichen Zugang zur Geschichte prägen. Auf der anderen Seite bezeichnen die Medien der Geschichte auch die Medien geschichtlicher Darstellungsweisen, etwa das Buch, die Ausstellung, den Film oder die Website.

Der "Geschichtsmarkt" (Dieter Langewiesche) ist zunehmend komplexer geworden, die Öffentlichkeit zugleich disparater. Die akademische Geschichtsschreibung mit einem vorwiegend innerwissenschaftlichen Zielpublikum stellt auf diesem Markt nur einen Bereich unter mehreren dar, unter dem Stichwort "public history" findet eine Professionalisierung alternativer Konzepte der Geschichtsvermittlung statt.

Das Panel thematisiert die Bedeutung von Medien und Medienwissenschaft für die Geschichtswissenschaft. Es geht insbesondere der Frage nach, wie sich die Grenzen des Faches verschieben, wenn einerseits Fachdiskussionen im Internet zunehmend öffentlich werden und andererseits sich Fachwissen und populäres Wissen zum Beispiel im Internet zunehmend vermischen.

Die einzelnen Beiträge behandeln sowohl theoretische Fragestellungen als auch empirische Beobachtungen.

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