Interdisziplinarität zwischen Theorie und Praxis (Round Table)

Donnerstag, 4. Februar
15:30 bis 18:00 Uhr
Raum 115

Die traditionelle Einteilung der Wissenschaften in Geistes- und Kulturwissenschaften auf der einen und Natur- und Technikwissenschaften auf der anderen Seite steht einem zunehmenden Interesse an interdisziplinären Fragestellungen gegenüber. An der Disziplinengrenze entstehen neue Wissenschaftsgebiete, z.B. die Umweltgeschichte, die Historische Ökologie, die Historische Klimatologie, etc. Dabei treffen verschiedene Sprachen und Logiken aufeinander. Die Naturwissenschaften werden als die "exakten" Wissenschaften den Geistes- und Kulturwissenschaften als "weiche" Wissenschaften gegenübergestellt. Das Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit zeigt jedoch, dass eine Verständigung über die Disziplinengrenzen möglich, wenn auch nicht ohne Fallstricke ist.

An einem Round Table mit geladenen Gästen möchten wir die Grenzen zwischen Geistes- und Kulturwissenschaften sowie Natur- und Technikwissenschaften ausloten (weitere Disziplinen wie Medizin oder Finanzwissenschaften wurden bewusst weggelassen). Wir wollen der Frage nachgehen, wie tief der Graben, wie trennend die Grenze zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Kulturen ist. Bedeuten Grundkonzepte der Wissenschaft wie Beweis, Experiment und Evidenz in beiden Kulturen dasselbe? Beweisen Zahlen mehr als Worte? Gibt es eine Grenze zwischen der Theorie und der Praxis der Interdisziplinarität? Und wie könnten disziplinäre Grenzüberschreitungen eine Wissenschaft in naher Zukunft gestalten? Ausgehend von theoretischen und praktischen Inputs von rund 10-15 Minuten Länge seitens der Gäste soll die Diskussion der Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit in einer interdisziplinären Umweltforschung nachgehen.

Verantwortung

Diskussion Round Table