Von der Authentica habita zur Deklaration von Bologna – Akademische Mobilität in epochenübergreifender Perspektive

Freitag, 5. Februar
14:30 bis 17:00 Uhr
Raum 119

"Omnibus, qui causa studiorum peregrinantur ... nostre pietatis beneficium indulgemus" – so sichert Friedrich I. 1155 in seiner Authentica habita reisenden Scholaren und Magistern Sicherheit zu. Gut 850 Jahre später beschliessen die europäischen Bildungsminister in der Deklaration von Bologna, die akademische Mobilität zu fördern, Hindernisse "to the effective exercise of free movement" abzuschaffen und dabei "(the) statutory rights" von Studierenden und Lehrenden nicht zu beeinträchtigen.

Beide Zitate zeigen, dass ein Grenzen überschreitendes Hochschulstudium im Interesse von Autoritäten liegen kann. Wie sich das Verhältnis von Herrschaftsträgern zur peregrinatio academica über die Jahrhunderte verändert hat, dass es teils von Förderung, teils von Verboten bestimmt war, soll anhand von Beispielen aus verschiedenen Epochen erarbeitet werden. Dabei wird geklärt, wer in welchem Kontext akademische Mobilität wahrnahm und welches günstige Bedingungen respektive Hindernisse für akademische Mobilität sind. Neben der herrschaftspolitischen Perspektive soll akademische Mobilität auch in kultur- und sozialhistorischer Hinsicht in den Blick rücken, werden Grenzen doch gerade aus dieser Betrachtungsweise akademischer Mobilität– egal ob artes-Studium, ‚Grand Tour’ oder ERASMUS-Studienaufenthalt – manifest.

Ziel des Panels ist es, einerseits die Grenz-Thematik in den genannten Facetten auszuleuch-ten, andererseits Konstanten und Brüche in der akademischen Mobilität herauszuarbeiten, auch anhand helvetischer Beispiele.

Verantwortung

Moderation

ReferentInnen

Referate