Grenzflächen konkurrierender Disziplinen

Freitag, 5. Februar
10:30 bis 13:00 Uhr
Raum 115

Die Geschichtswissenschaft als etablierte Disziplin wird herausgefordert durch wissenschaftliche Disziplinen, die aus sich professionalisierenden Berufsfeldern heraus entwickelt und definiert werden. In sich überlappenden Feldern konkurrieren in der Folge Perspektiven der Geschichtsdidaktik, der Politischen Bildung, der Zeit- und Kulturgeschichte u.a.m. Das Panel bietet der Diskussion um die Deutungsleistungen disziplinärer Ansätze in ihrer Gegenüberstellung ein Forum, mit dem Ziel, Spezifika der Zugänge zu verdeutlichen und auf den Prüfstand zu stellen und Abgrenzungen, aber auch Überlappungen zu benennen und in ihren Konsequenzen für die disziplinären Verständnisse und Ansprüche zu diskutieren.

Mit Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur als Umgang mit Zeitlichkeit und historischer Narration bewegt sich die Geschichtsdidaktik in einem geschichtswissenschaftlichen Kernbereich der Reflexion zu Erkenntnisprozessen für die Fassung und Beschreibung von historischem Wandel. Weiter scheinen sich historisches Orientierungsbedürfnis (in der Geschichtsdidaktik) und politischer Positions-, Urteils- und Aushandlungsbedarf (der Politischen Bildung) zu parallelisieren und fordern die Benennung der spezifischen Disziplinarität heraus. Ferner subsumieren die Zeitgeschichte und die Politische Bildung das Feld des jeweils anderen Zugangs als zu subsumierender Faktor in der Perspektive eigener Analyse. Solche und weitere derartige Felder und Abgrenzungstendenzen in ihrer Relevanz für die jeweiligen Disziplinen sind der Gegenstand des Panels.

Die Referate des Panels thematisieren jeweils eine dieser Schnittflächen und theoretisieren davon ausgehend Spezifik und Gemeinsamkeit der angesprochenen disziplinären Perspektiven.

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