An Grenzen arbeiten. Kolonialgeschichten 1600 bis 1900

Samstag, 6. Februar
10:30 bis 13:00 Uhr
Raum 116

In den letzten Jahren sind die alten Oppositionen und Dichotomien, die die Kolonialgeschichtsschreibung geprägt haben, in Frage gestellt worden. Die Arbeit an Differenzkategorien und Differenzerfahrungen hat Themen und Felder der Kolonialgeschichte neu konstituiert, die Akteure vervielfältigt und bislang klar von einander Getrenntes zu einander in Beziehung treten lassen. Dies gilt ebenso für das Verhältnis von Identität und Alterität wie für den Umgang mit europäischen Konkurrenzen, das Verhältnis von Zentren und Peripherien oder transnationalen Verflechtungsgeschichten. Trotz aller Vervielfältigung erweisen sich bestimmte Grenzziehungen und Muster als langfristig ausserordentlich wirksam: Europäischer Superioritätsanspruch und die mit ihm verbundenen Gefährdungen, Angst vor Auflösung und Scheitern haben die kolonialen Diskurse und die in ihnen verhandelten Grenzziehungen über Jahrhunderte geprägt. Der workshop will an drei kolonialen Konstellationen die historisch jeweils spezifische Arbeit an Grenzziehungen und Differenzen und ihre Reflexion in der Historiographie diskutieren. Dabei kommen die unterschiedliche Quantität und Materialiät der Quellen ebenso in den Blick wie Ähnlichkeiten und Verbindungen in den Mustern der kolonialen Diskurse und die Vervielfältigung auf der Ebene der Handlungen und Interaktionen.

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