Period Ear. Zur Historisierung akustischer Wahrnehmung seit der Frühen Neuzeit

Im Zentrum des Vortrags steht die Frage, ob das Hören eine Geschichte hat und wie man eine solche schreiben könnte. Theorieangebote und methodische Perspektiven von Sinnes-, Medien-, Technik- und Musikgeschichte sowie Historischer Anthropologie sollen mit Blick auf eine interdisziplinäre Geschichte des Hörens verknüpft und operationalisiert werden. Zwei Leitthesen können dabei verfolgt werden: Zum einen bedeutet der Versuch der Historisierung akustischer Wahrnehmung nicht in erster Linie die Evokation verklungener Welten, sondern die Rekonstruktion von historisch variablen Bedeutungszuschreibungen und Diskursivierungen vergangener "soundscapes". Zum anderen erschliesst sich eine vergangene auditive Kultur besonders über die Frage nach der Legitimität und Illegitimität von Klängen im sozialen Raum. Der Vortrag dient als konzeptionelle Einleitung in die Fallstudien des Panels.

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