Das Bild der Schweizer Katholiken und Reformierten bei den Vertretern ausländi-scher Mächte in der Eidgenossenschaft

Relgion spielte in der Frühen Neuzeit eine wichtige Rolle in der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in ganz Europa. In dieser Zeit haben die grossen europäischen Mächte versucht, ihre Beziehungen untereinander zu festigen. Gesandte, Botschafter und Nuntien repräsentierten ihre Herrscher. Diejenigen, die in die Eidgenossenschaft geschickt wurden, hatten meist ein vorbestimmtes Bild der "Schweizer". Vor allem nach der Reformation und den Religionskriegen wurden die Eidgenossen als "homini religiosi" angesehen. Auch wurden die Katholiken und Reformierten in der Eidgenossenschaft als zwei heterogene Gruppen angesehen, für die man sich einsetzte oder bekämpfte. So war der Apostolische Nuntius als Vertreter des Heiligen Stuhls sehr darauf ausgerichtet, die Rolle der Reformierten ("eretici") in der Eidgenossenschaft (und auch an deren Grenzen) einzudämmen. Die Vertreter Frankreichs oder Venedigs hingegen nutzten diese Situation aus, um wirtschaftliche und politische Bündnisse zu stellen, obwohl sie katholisch waren.

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