Jenseits der Geschlechtergrenzen: Intersexuelle und Transexuelle im Spitzensport

In vermutlich keinem anderen gesellschaftlichen Bereich ist die Segregation der Geschlechter bis heute so vollständig verwirklicht wie im Sport. Bei Olympischen Spielen fanden von 1968 bis 1998 systematische Geschlechtertests statt, die das Ziel hatten, die Weiblichkeit von Teilnehmerinnen bei Frauenwettbewerben vermeintlich einwandfrei festzustellen. Einige Weltsportverbände verzichten bis heute nicht auf diese diskriminierende Praxis. Der Beitrag geht der Frage nach, wie internationale Sportverbände mit Individuen umgehen, die sich dem bipolaren Geschlechtermodell entziehen bzw. die Grenzen zwischen den Geschlechtern unterwandern. Waren dies im Kalten Krieg vor allem Intersexuelle, kämpfen heute Transsexuelle um das Recht, unter dem von ihnen selbst gewählten Geschlecht Spitzensport zu betreiben.

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