Hunde und Menschen - Ein grenzauslotender Blick auf ihr Zusammenleben (1700-1850)

Als allgegenwärtige Begleiter des Menschen prägten und gestalteten Hunde die frühneuzeitliche Lebenswelt. Dieses enge Zusammenleben von Hunden und Menschen in der Vormoderne soll unter dem Blickwinkel der Grenzen untersucht werden. Als beliebtestes Haustier durchkreuzt der Hund Grenzen von Drinnen und Draussen, aber auch von Privatheit und Öffentlichkeit. Zu fragen ist in welche Bereiche der Hund eindringt und welche ihm verborgen oder gar verboten bleiben? Weiter soll nach Grenzüberschreitungen der tierischen Akteure gefragt werden. Dabei kommen die regulierenden Gesetze zum Mensch-Tier Zusammenleben, in denen der Hund oftmals als Devianter auftritt, genauso in den Fokus wie die Anthropomorphisierung von Hunden etwa in Kinderbüchern der Aufklärung.

Nebst dem Blick auf die Grenzen und Grenzüberschreitungen im Mensch-Hund Zusammenleben, soll auch aus methodischer Sicht auf die Mensch-Tier Grenze geschaut werden und gefragt werden inwieweit sich hier Grenzen auflösen lassen indem auch der Subjektstatus von Hunden historisch operationalisierbar wird.

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