Religion und Moral im öffentlichen Raum – moralische Grenzen und ihre Transzendenz

Franziska Metzger fokussiert in ihrem Beitrag auf die Verschränkung religiöser und moralischer Begründungsmechanismen von Inklusion und Exklusion, auf die Rolle transzendenter, auf Sühne bezogener, gut und böse, Diesseits- und Jenseits verschränkender – und gerade auch damit Grenzen überschreitender – Diskurse religiöser Selbst- und Fremdbeschreibung im öffentlichen Raum im 19. und 20. Jahrhundert. Dabei rücken Mechanismen der Moralisierung von Religion im Zusammenhang mit Diskursen der Definition von religiöser "Auserwähltheit", von "Nation", "Zivilisation" und "Universalität" in den gemischtkonfessionellen Kontexten Grossbritanniens, der Niederlande und der Schweiz ins Zentrum. Einen Schwerpunkt wird die katholische und protestantische Mission (auch im Zusammenhang des Kolonialismus) im Verhältnis zwischen Nation und universalem religiösem bzw. konfessionellem Anspruches (auch der Vorstellung einer "nationalen Mission") sowie die Definition von Grenzen über den Diesseits-Jenseitsbezug darstellen.

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