Francesco Negri zwischen konfessionellen und geographischen Grenzen

Francesco Negri aus Bassano (um 1500–1563) kam als einer der ersten reformerisch-humanistisch gesinnten Italiener nach Strassburg zu Bucer und Capito (1529-31); später wirkte er bis Ende der 50er Jahre in den bündnerischen Untertanenlanden, insbesondere in Chiavenna. Seinen Lebensabend verbrachte er in Pinczow (Polen).

Als "Parteigänger" von Camillo Renato und "Kontrahent" von Agostino Mainardi wird Negri in der Forschung, unter gleichzeitiger Würdigung seiner Verdienste, oft als Nonkonformist dargestellt. Das Referat geht der Frage nach, ob Negri bereits in den frühen Jahren seines reformerischen Wirkens nonkonformistisches Gedankengut vertrat, oder erst mit der Ziehung von Konfessionsgrenzen zum Nonkonformist gemacht wurde. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auch zu unteruchen, in welchem Zusammenhang Negris Emigration und spätere Tätigkeit in Polen zur Ziehung von Konfessionsgrenzen steht.

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