Ein Comeback der historischen Migrationsforschung in der Schweiz?

Obwohl die historische Migrationsforschung in der Schweiz eine lange Tradition hat, ist das Forschungsfeld in den letzten Jahren weitgehend sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen überlassen worden. Deren empirische Forschungen und konzeptuellen Debatten beruhen in erster Linie auf einer synchronistischen Perspektive. In diesem Einführungsreferat werden einige Linien der schweizerischen Migrationshistoriografie nachgezeichnet sowie nach pluridisziplinären Inputs für eine Erneuerung der historischen Migrationsforschung gefragt. Denn nicht nur neuere politik- und kulturgeschichtliche Ansätze, sondern auch die Verlagerung zu akteursorientierten und transnationalen Perspektiven haben den "homo migrans" wieder zu einem faszinierenden Forschungsgegenstand gemacht.

ReferentIn(en)