Die protestantische "Judenmission" in der Schweiz zwischen Toleranz und Antijudaismus

Mit einem Thema der Mission und von gerade durch Mission geschaffenen komplexen mentalen Konzeptionen von Grenzen, mit sich verschiebenden Diskursen der Inklusion und Exklusion über den religiösen Faktor beschäftigt sich auch Thomas Metzger. In seinem Beitrag steht die diskursive Ambivalenz der protestantischen "Judenmission" zwischen vermeintlicher religiöser Toleranz, heilsgeschichtlicher Motivation und antijudaistischen Erklärungsmustern im schweizerischen Kontext der zweiten Hälfte des 19. und des 20. Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre im Zentrum. Mit Blick auf die Verschränkung von Diskursen der Toleranz und solchen eines religiös-biblisch begründeten Antijudaismus dekonstruiert er gerade Grenzziehungen – nicht zuletzt im protestantischen Diskurs selbst – zwischen Philosemitismus und Antisemitismus.

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