Feministische Transgressionen und mediale Grenzziehungen in der Bundesrepublik der 1970er Jahre

Andreas Schneider untersucht, wie in westdeutschen Printmedien der 1970er Jahre die Neue Frauenbewegung problematisiert wurde. Dabei zeigt sich, dass sich neben dem in der medialen Berichterstattung insbesondere über Alice Schwarzer zum Vorschein tretenden, aber auch in den Linksterrorismus-Diskursen der damaligen Zeit offenbarenden Antifeminismus auch feminismuskritische Positionierungen etablieren konnten, die keineswegs ausschließlich rückwärtsgewandten Charakter aufwiesen, sondern vielmehr subtil zu trennen wussten zwischen "sachlichen" und "vernünftigen" Ansichten, mit denen das Ziel einer "Partnerschaft auf gleichberechtigter Grundlage" verwirklicht werden sollte, und den Stellungnahmen "radikaler" und "verbissener" Feministinnen, die die geschlechterpolitischen Fortschritte zu gefährden schienen.

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