Exklusion durch Religion – Vom Umgang mit "den Anderen" in Liechtenstein im 20. Jahrhundert

Martina Sochin analysiert in ihrem Beitrag den Faktor Religion als Argument in der Konstruktion von Exklusionsmomenten in Liechtenstein und stellt dabei Religion als Mittel und Instrument von Ausgrenzung und/oder Einschluss verschiedener Migrantengruppen im katholischen liechtensteinischen Kontext zur Diskussion. Vordergründig betroffen von Fremdheitstypisierungen auf einer religiösen Ebene waren mehrheitlich deutschsprachige Protestanten seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, jüdische Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg und Muslime in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Blick auf die diskursive und strukturelle Ebene der Konstruktion und der Verschiebung von Grenzen über den religiösen Faktor sowie auf die damit verbundenen Ausgrenzungsmechanismen stehen auch im Zentrum dieses migrationsgeschichtlichen Beitrags mit Blick auf Religion im öffentlichen Raum.

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