Selbstpflege, Krankenpflege und Expertenwissen: Unterschiedliche Kompetenzen im Umgang mit Sonnenlampen in den 1950er Jahren

Der Beitrag befasst sich mit den Grenzen bei der Anwendung von Sonnenlampen durch verschiedene Akteure zur Mitte des 20. Jahrhunderts. In Arztpraxen, Kliniken und Kosmetikinstituten dienten diese Geräte der Behandlung von Krankheiten und "Hautfehlern" mit Ultraviolett- und Infrarotlicht. Gleichzeitig bewarben Firmen die Sonnenlampen als Mittel zur Selbstpflege im Alltag. Während das Durchführen der Bestrahlungen – anders als zwanzig Jahre früher – weitgehend an die Pflegefachleute und medizinischen Laien delegiert war, kam "dem Arzt" die Rolle des Experten zu, der wusste, wann eine Bestrahlung nützlich, wann gefährlich war. Anhand von Lehrbüchern, Gesundheitsratgebern, Zeitschriftenartikeln und Gebrauchsanleitungen wird untersucht, wo die Expertinnen und Experten die Kompetenzen im Umgang mit den Sonnenlampen begrenzten, wie das Wissen über Lichtwirkungen auf den menschlichen Organismus durch diese Grenzen unter den Akteuren aufgeteilt war und wer oder was allenfalls die Grenzen störte.

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