Check on Arrival – Grenzgänge am Flughafen Zürich

Flughäfen sind moderne Metaphern für unsere heutige, selbstverständliche Mobilität: Menschen, Waren, Tiere und Pflanzen bewegen sich, Mikroorganismen wie die neuen H1N1-Viren, ja sogar Ideologien und andere Gefahren reisen mit. Sie passieren internationales Grenzgebiet und die Kontrollgänge werfen dementsprechend brisante Fragen auf, die nicht nur die Medien mit aktuellen Schlagwörtern wie biometrischer Pass, Bodyscann-System oder Schweinegrippe beschäftigen.

Im Forschungsprojekt "Check on Arrival – Grenzgänge am Flughafen Zürich" wird die Aktualität des exponierten Grenzgebietes eines Schweizer Flughafens untersucht. Die Fragen, was sich an dieser internationalen Durchgangszone bewegt, was an diesem prekären Ort des Kontakts hängen bleibt und die aktuellen Tendenzen in der Personen-, Gepäck- und Warenkontrolle stehen im Zentrum. Nach theoretischen Auseinandersetzungen und mehrmonatigen Feldforschungen vor Ort ist eine visuelle Ethnographie entstanden, die als interaktive dokumentarische Installation im In- und Ausland ausgestellt, präsentiert und diskutiert wird, u.a. im Schweizerischen Landesmuseum und im Zusammenhang mit laufenden Diskursen in der Visuellen Anthropologie. Das Projekt ist ein erfolgreiches Beispiel für eine hybride Forschungsanlage zur Grenzthematik, an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst.

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