Rüstungsdebatten in Rot-Weiß-Rot – Österreich im "Kalten Krieg"

Österreichs Rüstung war durch zwei Faktoren bestimmt: einerseits die besondere Stellung als bis 1955 vierfach besetzter und dann neutraler Staat direkt am "Eisernen Vorhang", andererseits durch die einschränkenden Bestimmungen des Staatsvertrages von 1955. Stärker noch als durch den Staatsvertrag war die Beschaffung von Rüstungsgütern jedoch durch die stets fehlenden budgetären Mittel beschränkt.

1955 erhielt das Bundesheer einen Großteil der Ausrüstung und Bewaffnung direkt von den Alliierten, vor allem von der U.S. Army. Danach wurden schweres Gerät und Flugzeuge aus verschiedenen Staaten eingekauft (v.a. USA, Schweden und Schweiz; im Sinne der Ausgewogenheit zwischen den Blöcken auch Tschechoslowakei). Die Anschaffung von Luft- und Panzerabwehr-Raketen unterblieb bis Ende des "Kalten Krieges". Insbesondere die Luftrüstung war die längste Zeit ein Stiefkind. Vor allem im Bereich der Infanteriewaffen und Fahrzeuge war auch die heimische Produktion wichtig.

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