"Wieso weiss man, dass diese Steine so alt sind?" – frühes historisches Lernen im Museum

Solche und viele andere tiefgründige Fragen sind aus den Reihen derjenigen Kinder zu hören, die sich für Urgeschichte interessieren. Sie können die Ausgangslage für fruchtbare Lernprozesse bilden. In der Kooperation der Museumspädagogik mit den Vor- und Primarschulen stellen sich folgende Fragen: Was soll das Ziel des schulischen historischen Lernens im Museum sein? Ein spielerischer Einstieg in diese komplexe Materie? Oder eine Grundlage für spätere Vertiefungslektionen? Wie differenziert man im Museum die Angebote für Schulkinder und die individuellen Besuchenden mit Kindern bzw. gleicht sie einander an? Wie fit sind die Lehrpersonen im Thema? Was vermögen sie vor und/oder nach dem Museumsbesuch bezüglich des historischen Lernens zu leisten? Da sehr wenige Lehrpersonen sich Zugang zum neuesten Forschungsstand verschaffen können, orientieren sie sich an Lehrmitteln oder greifen zur nächst besten Lern-Werkstatt, bei der vermutlich keine Archäologin ihren Beitrag dazu leisten durfte. Sowohl Geschichte als auch Ur- und Frühgeschichte sind Forschungsgebiete, in denen laufend neue Erkenntnisse gewonnen werden. Das Herunterbrechen dieses doch komplexen Stoffes auf die Unterstufe verleitet zu spielerischen Handlungen à la Robinson-, Indianer- und Survivalübungen, wobei historische Belege leider oft ausser acht gelassen werden.

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