Urkundeneditionen: Ein veraltetes Relikt aus dem 19. Jahrhundert? Vom Nutzen der Neubearbeitung eines Urkundenbuches (Chartularium Sangallense)

Urkunden gehören für die Zeit vom Früh- bis zum Spätmittelalter zu den wichtigsten schriftlichen Quellen. Im 19. und zum Teil auch im 20. Jahrhundert genoss die Urkundenedition ein entsprechend hohes Ansehen und hat viel zur Erschliessung von Archivbeständen beigetragen. Heute werden am Nutzen häufig Zweifel geäussert: zu teuer, zu langsam, für die historische Forschung zu eingeschränkt nutzbar.

Am Beispiel des weit fortgeschrittenen Langzeitprojekts Chartularium Sangallense wird gezeigt, worin der Nutzen der Neubearbeitung eines Urkundenbuches besteht. Von der Editionspraxis ausgehend, werden mit Fallbeispielen Ergebnisse und Desiderate der Urkundenedition dargelegt.

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