Fürsorge und Fortschritt im "Lepradörfli": Schweizer Ordensschwestern in Ostafrika, 1920-1990.

Dieser Beitrag widmet sich der transnationalen Geschichte von Pflegepraxis und Pflegediskursen am Beispiel der Pflege Lepröser durch Schweizer Ordenschwestern in Tansania. Die Präsentation zeigt, erstens, wie sich neue Behandlungsmöglichkeiten technischer und institutioneller Art auf die pflegerische Arbeit in Ostafrika auswirkten. Zweitens frage ich, wie sich die traditionellen karitativen Ideale der Leprapflege mit neuen Werten und Qualitätsmassstäben in der Pflege rieben. Aus beidem ergibt sich, drittens, die Frage nach der Grenzziehung zwischen "Gesunden" und "Pflegebedürftigen". Bei der pflegerischen Arbeit mit Leprösen stand der Aspekt der "Tropenkrankheit" im Vordergrund, dennoch spielte der Bezug zur Schweiz eine grosse Rolle. Der Beitrag beleuchtet deshalb aus einer "ostafrikanischen" Warte Veränderungen der Pflegeideale im schweizerischen Umfeld.

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