Übersetzter Rohstoff. Wie und warum das Schweizer Handelshaus Gebr. Volkart in den 1870er Jahren firmenspezifische Produktstypen für den Verkauf von indischer Rohbaumwolle einführte

Der Beitrag wird zeigen, wie die Schweizer Handelsfirma Gebrüder Volkart, die ab Ende des 19. Jahrhunderts eine der wichtigsten Baumwollexportfirmen in Indien war, in den 1870er Jahren standardisierte Baumwolltypen etablieren konnte, die sich durch eine jeweils einheitliche Farbe, Faserlänge und Festigkeit auszeichneten. Die Einführung dieser Standards, die einen relativ unspezifischen Rohstoff in ein eigenes Produkt mit genau festgelegten Eigenschaften verwandelte, war einerseits wichtig, um den europäischen Spinnereien eine einheitliche und stets gleich bleibende Qualität offerieren zu können. Andererseits erlaubte es diese Übersetzung, die Baumwollverkäufe mit Termingeschäften an der Liverpooler Baumwollbörse gegen Preisveränderungen abzusichern.

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