Übersetztes Elend - Setzungen und Übersetzungen im Schweizer Gesetzgebungsprozess zur Entwicklungshilfe (1971-1976)

Die Fallstudie fokussiert auf den Aushandlungsprozess, der zwischen 1971 und 1976 zum eidgenössischen “Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe” führte. Es wird gefragt, wie die Phänomene wirtschaftlicher Not konzeptionell gefasst wurden, so dass diese globalen Sachverhalte erstens als beseitigungsfähig imaginiert werden konnten und zweitens in den innenpolitischen Kontext übersetzbar wurden. Als Resultat dieser vielschichtigen Übersetzungen gewann die globale ökonomische Ungleichheit lokal eine politische Sprengkraft, die im mehrdeutigen Schlagwort der “Solidarität" ihren Ausdruck fand.

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